Carpe Diem, Baby 2.0 - Part 3
Liebe Hurenkinder,
alles froh im Mäusezoo?
Es folgt ein weiteres Update zu meiner Geschichte.
Ich möchte allerdings anmerken, dass die Charakterisierung der Hauptprotagonistin NICHT AUTOBIOGRAFISCH zu verstehen ist. - An dieser Stelle einen lieben Gruß an meine Eltern ;)
Auch weitere Charaktere sind frei erfunden und sind, bis auf wenige Details, keinen realen Personen nachempfunden.
Weiters möchte ich darauf hinweisen, dass es sich um eine reine Arbeits-Version handelt, d.h. inhaltliche und grammatikalische Fehler können vorkommen. Am Ausdruck wird ebenfalls noch gefeilt.
Freue mich allerdings über jede Art von KONSTRUKTIVER Kritik.
Danke fürs Lesen!
Pia
Ich war ein
taffes Mädchen, immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Vor
allem, wenn ich mich unsicher fühlte. Ein bisschen selbst destruktiv
war ich schon immer gewesen. Ich ging grundsätzlich nicht zum Arzt
(geschweige denn achtete ich auf meine Gesundheit), rauchte wie ein
Schlot und trank gerne Bier und Wein. Oh, wie ich es liebte!
Man kann auch
sagen: Wie ich es brauchte!
Wir saßen gerade
im stadteigenen Park. Es war nicht einfach gewesen einen ruhigen
Platz zu finden. Die besten, schattigen Stückchen Wiesen
beanspruchten neuerdings, mehr noch als sonst, Neo-Hippies mit ihren
Didgeridoos und Trommeln für sich. Klar, die wollten der Apokalypse
auf spirituellem Weg begegnen. Wir dagegen, die durchschnittlichen
Studenten und jungen Leute, zogen Alkohol und Rockmusik vor. Und hie
und da eine Tüte Gras. Mäx, einer meiner besseren Freunde, war
mittlerweile auf alles mögliche umgestiegen. Hauptsächlich kokste
er, weil er den Stoff von seinem Pensionisten-Nachbarn meist
geschenkt bekam. Woher der Alte den Schnee hatte, wussten wir nicht,
fragten aber auch nicht nach.
Unseren
Freundeskreis als normal zu betrachten war eine ziemliche Anmaßung
unsererseits. Wir hielten uns für unglaublich witzig und was wir
taten, nahmen wir als Norm aller Dinge, die junge Menschen eben so
tun. Trotzdem waren wir keine Assis. Im Grunde waren wir brave
Studenten, die zu gegebener Zeit die Prüfungszeit auch einigermaßen
Ernst nahmen. Die meisten von uns gingen sogar einer geregelten
Arbeit nach - also typische junge Leute, mit einer gewissen oralen
Fixierung.
Nun saßen wir
also im Park. Ben, der Bauer, Uwe und ich. Ben nippte mit glasigem
Blick an einer Bierdose. Mit denen mussten wir sparsam umgehen, die
gab es nicht mehr so einfach zu kriegen. Leichter war es mit dem
Wodka. Den bekam man fast überall her. Aber da Ben auf seine
obligatorische Halbe bestand, wollten wir sie ihm nicht verwehren.
Bauer, der mit richtigem Namen Andreas Buchmann hieß, trank uralten
Scotch aus einem Flachmann. „Aus der Sammlung meines Alten“,
erklärte er grinsend. „Ausgezeichneter Tropfen. Ich will ja
schließlich nichts verschenken.“ Wie immer sah der Bauer extrem
cool aus. Warum er eigentlich so hieß, daran konnte sich niemand
mehr erinnern und es machte auch gar keinen Sinn, denn es gab
niemanden, der weniger bauernhaft aussah, wie der Bauer. Er war das
typische Urban Kid – ohne es zu wollen oder sich großartig
anzustrengen, einfach cool. Für Außenstehende vielleicht ziemlicher
Kotzbrocken, aber im Grunde der netteste Mensch auf der Welt.
Und Uwe, der
deutsche Psychologiestudent, wurde von manchen wie die Gurkenscheibe
im Cheeseburger betrachtet. Er war immer dabei, aber keiner konnte so
recht etwas mit ihm anfangen. Aber da er nun immer mit von der Partie
war, hatten wir gelernt ihn zu mögen. Wenn man seine neunmalklugen
Sprüche ignorierte, war er sogar ein ganz netter Kerl.
Von nebenan wehte
Rauch in unsere Richtung. Naserümpfend sah ich zu den Hippies, die
uns am nächsten saßen. Sie verbrannten Geldnoten.
„Scheiß
Heuchler“, schimpfte Ben. „Normalerweise hätten diese Idioten
das nie gemacht.“ 'Normalerweise' hieß in dem Fall: wenn nicht der
Weltuntergang bevor stünde. Der Bauer grunzte und sah die Hippies
mit ihren Fairtrade-Kleidern abschätzig an. „Alles Kinder von
reichen Eltern. Reine Rebellion, sonst nichts.“
„Und was bist
dann du?“, gab Ben phlegmatisch zur Antwort und legte sich
rücklings in die Wiese, die Arme lässig hinter seinem Kopf
verschränkt.
Der Bauer
schnaubte nur.
Langsam begann
ich zu frösteln. Es war ein warmer Septembertag gewesen, doch nun
legte sich die Dämmerung über den Abend und die Baumkronen des
Parks glühten rot. Ich kauerte mich enger zusammen. Der Bauer legte
seine Lederjacke über meine Schultern. Ich lächelte dankend und bot
ihm eine Zigarette an. Plötzlich überkam mich ein tiefes Gefühl
der Dankbarkeit gegenüber meiner Freunde. Oft hatte ich mich
gewundert, warum sie die letzten Monate nicht bei ihren Familien
verbrachten. Ihre Eltern wohnten allesamt nicht in der Stadt. Anfangs
dachte ich, es sei Mitleid und sie würden nur meinetwegen hier
bleiben, doch nun war ich dankbar, nicht alleine zu sein. Ich selber
hatte keine Eltern mehr. Sie waren verstorben, als ich noch ein
kleines Kind war. Flugzeugabsturz über Sibirien. Und vor einem Jahr
war auch meine Ersatzmutter, Tante Elsa von uns gegangen. Stilecht an
Altersschwäche, buchstäblich mit einem Glas Gin in der Hand. Zu
früh, wie viele meinten. Ich wusste es besser. Sie hatte den
Zeitpunkt selbst gewählt, an dem sie sterben würde und hatte gerade
so lange gewartet, bis ich ein Alter erreicht hatte, wo sie glaubte
ich käme mit mir selbst zurecht.
(c) Pia Colada
(c) Pia Colada
Wanderungen zur Schlafenszeit - eine Philosofiktion
Ich sitze auf einem breiten Ast auf einem uralten Baum am Rande der Lichtung. Grüne
Blätter umschmeicheln mich im sanften Wind, die Strahlen der wärmenden Sonne werfen
ein tanzendes Muster durch das Blätterdach auf mein Gesicht. Von meiner Position
aus lässt sich die Lichtung, der Weg und die kleine Steinbrücke, die über den schmalen
Fluss führt, gut überblicken. Die Lichtung verzaubert mich in ihrer unbelassenen Natürlichkeit,
das wilde Gras ist etwa Knie hoch, hier und da wachsen kleine Linden und Birken,
die einst wenn sie mächtiger werden, die Lichtung völlig in Vergessenheit geraten
lassen werden. Ich erkenne am Fuß meines Baumes Blaubeerbüsche, aber ich sehe auch
die roten Pünktchen wilder Erdbeeren.
Kurz überlege ich, ob ich von meinem hohen Aussichtsposten schnell herabsteigen soll
um mir die weitere Wartezeit mit einer Hand voll köstlicher Früchte zu versüßen. Aber
nein, von den köstlichen Gaben der Natur werde ich später noch zur Genüge naschen
können, der Punkt den ich auf dieser Lichtung beweisen will, ist ein anderer. Nur noch
etwas Geduld, es kann nicht mehr solange dauern.
Am Rande der Lichtung, einige Meter entfernt, hüpft eine Hirschkuh aus dem Dickicht.
Nach einigen eleganten Schritten wird sie zaghaft langsamer, bleibt stehen, hebt den
wunderschönen Kopf und blickt zu mir. Ihre Rehaugen sehen mich vorwurfsvoll an. Als
ob sie wüsste, dass ich nicht ihretwegen hier bin, als ob sie erahnen würde, dass die folgenden
Ereignisse auf dieser Lichtung sie nicht weiter betreffen würden, nichts in ihrer
Welt zu suchen haben, dreht sie sich um und schreitet hoch erhobenen Hauptes unter die
Bäume und entschwindet aus meinem Blick. Die Sonne nähert sich langsam den Wipfeln
der Bäume, es wird langsam spät. Im Dorf erwartet man gerade die Rückkehr der
Arbeiter von den Feldern. Meine Arbeit hier ist noch nicht erledigt, mein These noch
nicht bewiesen, noch warte ich.
Da endlich höre ich Schritte, brechende Ästchen, raschelndes Laub unter fremden Wanderstiefeln.
Ich wage mich nicht umzudrehen, nicht um meinen Baum herum zu sehen,
auf dem ich mich positioniert habe. Ich kann nur hoffen, dass er es ist. Die Schritte nähern
sich, ich sehe unter mir das reich bestickte Gewand eines großen aufrechten Mannes,
sein Schulterlanges Haar weht verspielt im Wind, kurz kann ich von oben herab
einen Blick auf sein kantiges Gesicht, seinen spitzen Bart und seine dunklen Augenbrauen
erhaschen. Seine Augen wirken kalt.
Er folgt dem Pfad weiter in Richtung Brücke, an seinem Gurt hängt ein mächtiges
Schwert in seiner Scheide. Zielsicher und stark schreitet er weiter. Er hat unser Dorf
verlassen, nachdem er mehrere Tage gepredigt hatte, zieht nun zum nächsten Ort um
seine Philosophie des Untergangs zu verbreiten. Sanft und leise gleite ich vom Baum,
geduckt husche ich ihm hinter her.
Zarathustra ist groß, zu groß für mich. Ich setze zum Sprung an, schnelle hoch, meine
Linke umschlingt seine Hals mein linkes Bein erwischt seine Kniekehle, das rechte angewinkelte
Knie trifft zielsicher seinen Rücken. Der Philosoph geht in die Knie während
meine beiden Beine wieder festen Boden erreichen. Nun ist der Hüne auf einer
Höhe, die es mir ermöglich seine Philosophie zu widerlegen. Während sein Hals noch
zwischen meinem linken Ober- und Unterarm eingeklemmt ist, zieht meine Rechte den
Dolch und rammt ihn dorthin, wo seine Wirbelsäule ist. Einmal, zweimal, dreimal, vier
mal, nocheinmal – viele weitere Male – steche ich auf seinen Rücken ein, plötzlich wird
der Kleine zum Großen, die Philosophie des Stärkeren hat versagt. Zarathustra bricht
vor mir zusammen, fällt unsanft auf den Bauch, sein Kopf klatscht auf den ausgetretenen
Boden des Waldweges.
Während sich die Strahlen der Sonne langsam verfärben, ihre Wärme verlieren und die
Lichtung in ein romantisches, abendliches rot tauchen, fließt und spritzt das Leben aus
unzähligen Wunden des Philosophen, entflieht und verliert sich im trockenen Laub des
Weges. Meine Stiefel stehen in einem Meer aus Blättern, die auf einem See aus verendendem
Leben wie kleine Schiffchen auf Wellen hin und her tanzen. Ich stehe aufrecht,
die Schönheit der Lichtung um mich, die Weite des Himmels, die unglaublichen Formen
der Wolken, durchbrochen von den letzten Strahlen der Sonne, über mir, das Rauschen
des Baches und das Säuseln des Windes dringen an meine Ohren. Es ist der wichtigste
Moment meines Lebens, entscheidend für den Fortbestand der Menschheit. Zarathustras
Wahnsinn liegt auf der Waagschale. Während sich das einst so mächtige Häufchen
Elend vor mir in seinem eigenen Blut krümmt, warte ich darauf, dass es seine eigene
Schwäche überwindet und daraus erstarkt hervor geht. Ich gebe ihm die Chance seine
Philosophie zu beweisen. Er hustet Blut, seine Hände sind unnatürlich im Krampf des
Todeskampfes verkrümmt. Ich habe seine Philosophie des Stärkeren widerlegt, an seiner
eigenen Schwäche geht er zu Grunde. Irgendwo dort hinter dem Vorhang des Waldesrands
heult eine Eule.
Ich werfe meinen Dolch hoch, er überschlägt sich in der Luft und als ich ihn mit der
Klinge nach unten zeigend fange, gehe ich mit ihm in die Knie. Ein letztes Mal rast
meine Rechte auf den Philosophen herab, die Schneide bohrt sich irgendwo zwischen
der dritten und vierten Rippe in das Fleisch. Ich führe die Klinge zur Mitte, wo die Rippen
mit den Wirbeln zusammen treffen.
Ich bin die Antithese. Die Kritik ist geäußert, die These hat sie mit voller Kraft zu spüren
bekommen. Kein Grund auf halbem Wege zaghaft zu werden, ich stochere und steche
an seinem Rücken herum, bis die Wirbelsäule freiliegt. Ein abartiger Gestank weht
mittlerweile über die Lichtung. Ich ziehe das Messer aus dem bis zur Unkenntlichkeit
verunstalteten Rücken und werfe es weg. Ich knie über dem einstig so großen Philosophen,
Stolz und ein ungeahntes Feuer brennen in mir. Mit den letzten Strahlen der Sonne,
die lange Schatten über die Lichtung werfen, ramme ich meine Faust in die Wunde,
umschlinge seine Wirbelsäule und reiße mit aller Kraft an.
Mein Werk hier ist vollbracht. Ich habe meinen Punkt mehr als gründlich belegt. Die
Sonne ist verschwunden, der Himmel und die Wolken samt ihren bizarren Formen sind
in ein unwirkliches Farbenspiel aus violett und weinrot gehüllt. Langsam und bedächtig
bahne ich mir meinen Weg durch die Wiese zum Ufer des Flusses. Ich wasche meine
Hände. Ich klatsche mir kaltes Wasser ins Gesicht. Begierig trinke ich einige Schlucke
vom kühlen klaren Wasser. Wie eine Erlösung scheint mir das Nass, das meinen trockenen
Mund befeuchtet, die Kehle hinab rinnt. Philosophie macht durstig. Mittlerweile
ist es so dunkel, dass ich von der Lichtung nur noch Schemen erkenne.
Am Weg zu den Erdbeeren wirft sich mir die Frage auf, ob ich mit meiner Tat nicht nur
seine These nicht widerlegt, sondern sogar belegt haben könnte. Ein schrecklicher Gedanke,
die Erkenntnis brennt wie glühendes Eisen. Ich gehe zu dem zerfetzen Überresten
des Märtyrers, schnalle mir sein Schwert um und ziehe in der Schwärze des nächtlichen
Waldes los. Über mir zeichnet sich ein schmaler Pfad aus dunkelblauer Nacht, vereinzelt
aufgehellt durch funkelnde Sterne, da wo die Bäume dem Weg gewichen sind.
Trotz der Dunkelheit fürchte ich mich nicht, zielsicher führen mich meine Schritte durch
die Finsternis. Der Schwache ist an diesem Tag erstarkt, zum Stärkeren geworden. Ein
hässlicher Gedanke, eine grausige Philosophie. Wahnsinn den ich widerlegen wolle,
Wahnsinn den ich nur bestätigte. Und davon also werde ich, Zarathustra, sprechen.
(c) Yo May
Carpe Diem, Baby 2.0 - Part 2
Hier die Fortsetzung:
Sollicitudo
Es hatte vor drei
Wochen begonnen. An einem Sonntag Abend war die Nachricht von allen
nationalen und internationalen Medien bekannt gegeben worden. Wir
hatten noch einen Monat. Wir. Die ganze Menschheit. Alle, bis auf ein
paar Auserwählte, die eine geringe Chance hatten, der Katastrophe zu
entgehen. Die Welt wird nicht mehr die selbe sein. Und unsere
Zivilisation wird ausgelöscht werden. Was also machst du mit der dir
gegebenen Zeit?
Die Regierung
hatte schon Jahre davon gewusst, doch es erschien ihr als die bessere
Lösung die Bevölkerung im Ungewissen zu lassen. Man hatte einen
minimalen Anteil der Menschheit dazu eingeladen, vor der Katastrophe
die Erde zu verlassen. Doch was wissen wir einfachen Leute schon
davon? Wir müssen uns mit unserem Schicksal anfreunden. Wir müssen
für uns entscheiden, was wir mit der uns gegebenen Zeit anfangen
wollen.
Am Montag war die
gesamte Weltwirtschaft zusammen gebrochen, Warenlieferungen
eingestellt und Geschäfte geplündert worden. Einige freischaffende
Journalisten druckten im Alleingang wenige Exemplare von Zeitungen.
Menschen stürmten in Scharen in Kirchen, manche begangen auf offener
Straße Selbstmord. In Paris und Moskau wurde Autobomben von
wahnsinnigen Einzeltätern auf öffentlichen Plätzen gezündet,
Krankenhäuser schlossen den Betrieb und mehrmals am Tag brach die
Stromversorgung ein. Der Großteil des Flugverkehrs wurde eingestellt
und Treibstoff an den Tankstellen war nunmehr Mangelware.
Mittendrin eine
Wohngemeinschaft von drei Stundenten. Ich, Ben und Vera. Alle Mitte
zwanzig. Sich mit dem sicheren Tod abzufinden, war gar nicht so
einfach. Vera, zum Beispiel, sonst die Frohnatur in Person, wurde von
Heulkrämpfen geschüttelt – Tag für Tag. Ben war ständig
bekifft. Er sprach nicht viel darüber.
Und ich? Was ich
eigentlich dachte, behielt ich für mich. Denn in Wahrheit schämte
ich mich ein bisschen für meine Gedanken. Wenn ich ganz ehrlich zu
mir selbst war, beunruhigte mich dieser bevorstehende Weltuntergang
nicht. Weltuntergang – wie das schon klingt. Aber das war es, was
uns bevorstand. Dass wir alle sterben würden, war die unleugbare
Wahrheit. Und auf eine seltsam beruhigende Weise stimmte mich der
Gedanke zufrieden und versetzte mich in eine tiefe, innere Ruhe.
Vielleicht, weil mir bewusst war, dass alle von uns gehen mussten.
Vielleicht, weil ich bereits manchmal daran gedacht hatte, von selbst
zu gehen. Oder vielleicht, weil alle anderen Sorgen meines Lebens wie
weggefegt schienen. Die bevorstehende Seminararbeit an der Uni machte
mir keine Sorgen mehr. Noch lebte ich, allerdings im Hier und Jetzt.
Und nie in meinem vierundzwanzigjährigen Leben hatte ich es so
intensiv gespürt. Doch warum hielt mich diese tiefe Demotivation
davon ab, die Sachen zu tun, die ich schon immer tun wollte? Diese
verankerte Trägheit wollte mich nicht los lassen. Und das war es,
was mich wirklich beunruhigte.
(c) Pia Colada
(c) Pia Colada
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