Ich lebe
Ich lebe in einer Welt in der mir
gezeigt wird, wie ich sein soll,
in der mir vorgeschrieben wird, was ich
haben will,
in der mir die Freiheit in Ketten
angeboten wird.
Gefangen in einer Gesellschaft deren
einziger Wunsch Profit ist.
Deren Träume von der Industrie
geschrieben werden.
Gefüllt mit Geistern die sich nach
Umständen und Gegenständen sehnen,
welche sie ohne Werbung nicht einmal
kennen würden.
Der Blick kann noch soweit in die Ferne
schweifen,
wird er doch nur bis zum Brett vor der
Nase reichen.
Der freie Geist ist vom Aussterben
bedroht.
Er passt nicht in die heutige Welt.
Er passt nicht in das enge Konzept des
wirtschaftlichen Denkens.
Er passt nicht zu dem freien Willen,
der uns aufgezwungen wird.
Wir sind gefangen, gefangen in unserer
so genannten Freiheit.
Bin ich den zum Aussterben verurteilt
nur weil ich Träume?
Ich träume von einer Freiheit in der
mir niemand seine Meinung aufzwingt.
In der ich meine Flügel spannen kann
um den Himmel zu berühren.
Der Horizont in der Ferne, ist alles
andere als das Ende der Welt.
Die Luft weht in einer feinen Brise,
gefällt mit den Gerüchen nach Wald
und Wiese.
Sind wir überhaupt noch erlaubt uns
dies zu Wünschen?
oder bin ich zum Aussterben verurteilt
nur weil ich träume?
(c) Mikael Saymann
Rubrik:
Gedichte,
Mikael Saymann
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